Forscher entdecken erneut unbekanntes Indio-Volk

Im Amazonas-Gebiet in Brasilien nahe der Grenze zu Peru ist die Siedlung eines bisher unbekannten Indio-Volkes gesichtet worden. Die Nationale Indio-Stiftung hat ein Bild dazu veröffentlicht.

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Bei einem Überflug im April seien auf mehreren Lichtungen in Javari-Tal vier grosse Hütten gesichtet worden. Die Lichtungen waren bereits zuvor auf Satellitenaufnahmen aufgefallen, wie die staatliche Nationale Indio-Stiftung (Funai) mitteilte. Sie schätzt, dass etwa 200 Menschen in der kleinen Siedlung leben.

Sowohl die Hütten als auch die angelegten Maisfelder seien neu und vermutlich höchstens ein Jahr alt. Das lasse sich unter anderem aus dem Stand der Anpflanzungen ablesen. Nach Funai-Angaben gilt das Gebiet als die Region mit der höchsten Anzahl unkontaktierter Völker. Bereits im Januar publizierte Funai unveröffentlichte Bilder eines unbekannten Stammes.

Bislang registrierte die Stiftung mindestens 14 derartige Stämme. Die Existenz der indigenen Gruppen wird von illegalen Fischern, Jägern, Goldsuchern, aber auch vom grenzübergreifenden Drogenschmuggel bedroht.

(jak/sda)

Erstellt: 22.06.2011, 12:24 Uhr

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