Russland zapft Wostoksee an

Seit über 20 Jahren versuchte Russland am Südpol einen unterirdischen See anzuzapfen. Nun vermelden Wissenschaftler den definitiven Durchbruch. Bizarre Lebensformen könnten sich im Gewässer befinden.

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Russland hat heute das Anzapfen eines gigantischen Sees Wostoksee unter der Eisdecke des Südpols bestätigt. Nach mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Bohrungen sei das Wasserreservoir in knapp 3800 Metern Tiefe am Sonntag erreicht worden.

Das teilte das Institut für Arktische und Antarktische Forschung in Moskau heute mit. Wissenschaftler erhoffen sich weitreichende Erkenntnisse aus der Erforschung des Wostoksees, der etwa 15 Millionen Jahre von der Aussenwelt isoliert war und einzigartige Lebensformen enthalten könnte.

Wie Spiegel Online schreibt, hatte das Wasser des Sees seit Hunderttausenden, wahrscheinlich Millionen von Jahren kein Kontakt nach oben. Forscher seinen deswegen an Mikroorganismen interessiert, die sich in einer frostigen, stickstoff- und sauerstoffreichen Umgebung behaupten können.

Mittlerweile sind etwa 380 Seen unter dem Eis der Antarktis bekannt. (mrs/sda)

Erstellt: 08.02.2012, 16:07 Uhr

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