Warum die Bauern heute Abend müde, aber glücklich sind

Die Schweizer Landwirte haben an diesem Pfingstwochenende besonders viel zu tun. Doch es lohnt sich.

Gutes, sattes Heu: Familie Briker heut am Pfingstsamstag bei der Tellsplatte hoch über dem Urnerbecken des Vierwaldstättersees.

Gutes, sattes Heu: Familie Briker heut am Pfingstsamstag bei der Tellsplatte hoch über dem Urnerbecken des Vierwaldstättersees.

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Pünktlich auf Pfingsten ist in der ganzen Schweiz das schöne Wetter eingekehrt. Nicht nur Freizeitsportler und Grillmeister profitierten von der Sonne: Die Bauern konnten endlich heuen, wie Sandra Helfenstein, Sprecherin des Bauernverbandes, am Montag sagte.

Helfenstein sprach vom «perfekten Heuwetter». Wohl jeder Schweizer Bauer, der Wiesen habe, bringe das Gras ins Trockene. «Die drei Sonnentage kamen genau im richtigen Moment», sagte die Sprecherin des Bauernverbandes. Der völlig verregnete Mai hatte den Fahrplan der Bauern ziemlich durcheinander gebracht.

Werben um Verständnis

Die Heuqualität sei jedoch sehr gut, sagte Helfenstein. Weil das Wetter nicht nur regnerisch, sondern auch kalt war, sei das Gras nicht zu stark gewachsen. Neben dem Heuen stehe für die Landwirte noch eine weitere Aufgabe an: «Der Mais muss auch dringend gesät werden.»

Weil die Bauern wetterbedingt an den Pfingstfeiertagen teilweise bis tief in die Nacht mit ihren Maschinen arbeiteten, warben verschiedene kantonale Bauernverbände um das Verständnis der Bevölkerung.

Viele Dinge müssten halt innerhalb kürzester Zeit erledigt werden, sagte Ferdi Hodel vom Zürcher Bauernverband auf Anfrage. Deshalb könne es passieren, dass die Landwirte nicht immer auf die Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht nehmen könnten.

(oku/sda)

Erstellt: 24.05.2010, 16:24 Uhr

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