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Apokalypse in der Reisschüssel

Klimawandel und die Jagd nach billiger Energie bedrohen Reisfelder und Fischbestände im Mekongdelta. Die Folgen für die Nahrungssicherheit von Millionen Menschen sind dramatisch.

Am Mekong produzieren die Bauern den Reis in der Regel mit der traditionellen Überschwemmungsmethode. Unregelmässige Niederschläge machen dies immer schwieriger. Foto: Reuters
Am Mekong produzieren die Bauern den Reis in der Regel mit der traditionellen Überschwemmungsmethode. Unregelmässige Niederschläge machen dies immer schwieriger. Foto: Reuters

Domaden hat Sorgen. Auf seinem Reisfeld wachsen keine satten, grünen Pflanzen heran, sondern stecken vertrocknete Halme in staubigem Boden. Er sagt: «Der Regen ist unzuverlässig geworden, die Winde stark, die Temperaturen immer höher.» Das ist eine tödliche Kombination für eine Pflanze, die darauf angewiesen ist, im Wasser heranzuwachsen. Etwa drei Stunden von der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh entfernt hat Domadens Familie 2,6 Hektaren Land, die Fläche von knapp drei Fussballfeldern. Noch haben die meisten seiner Pflanzen Wasser. Aber die trockenen Flächen werden grösser. «Ich bin Reisfarmer seit meiner Geburt», sagt der schmächtige Kambodschaner, aber das habe er noch nie erlebt. «Wir können den Klimawandel sehen, mit unseren eigenen Augen.» Der 58-Jährige hat Angst, Angst um seine Zukunft, Angst für seine Familie.

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