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Das neue Klimaziel ist bezahlbar

Die Energiewende lässt sich durch ehrgeizige Ziele und einen starken Handel mit Emissionsrechten realisieren.

Die Botschaft vermitteln Wissenschaftler seit langem, doch richtig wahrhaben wollte die Politik sie bisher nicht: Je länger mit massiven Emissionsreduktionen gewartet wird, desto teurer wird es werden. Diese Ansicht bestätigt eine umfassende Studie eines internationalen Forscherteams. Die Forscher untersuchten, welches die kostengünstigsten Wege sind, um in Europa die Treibhausgase bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren.

Das Ergebnis: Werden die Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent sinken, so ist mit zusätzlichen Kosten von schätzungsweise weniger als 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung zu rechnen. Das ist das Klimaziel, das die EU-Kommission gestern vorlegte. «Liegt der Wert allerdings darunter, so werden nach 2030 die Kosten höher sein», sagt Brigitte Knopf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Lead-Autorin der Studie. In den nächsten zwei Jahrzehnten sei die Energiewende mit den bereits vorhandenen alternativen Technologien möglich. Gemäss den Modellergebnissen gibt es dabei keine bevorzugte Energieform. In manchen Modellen ist die Windenergie wichtig, in anderen die Bioenergie oder die Fotovoltaik. Wichtig ist jedoch neben dem Ausbau der Erneuerbaren in allen Fällen eine Steigerung der Energieeffizienz.

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