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Das Rudel

Sie jagen Hirsche neben der Hauptstrasse, heulen durch die Nacht und schwimmen im Rhein. Das heimliche Leben der Calanda-Wölfe.

Im letzten Winter waren es noch neun. Das Calanda-Rudel unterwegs im Schnee. Archivfoto: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Im letzten Winter waren es noch neun. Das Calanda-Rudel unterwegs im Schnee. Archivfoto: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Es war mitten in der Nacht, gleich neben der Hauptstrasse, die nach Flims führt. Ein paar Hirsche scharrten im Schnee und suchten nach Gras. Da gab es plötzlich Bewegung am Waldrand: Acht Wölfe kamen aus dem Wald geschossen und jagten über den verschneiten Feldweg auf die Herde zu. Das Wolfsrudel teilte sich auf. Einige Tiere schwärmten nach links, andere nach rechts, sie kreisten die Hirsche ein und drängten ein Exemplar aus der Herde. Es wurde ein paar Meter verfolgt. Dann rissen die Wölfe den Hirsch zu Boden und bissen ihn zu Tode. Das Rudel muss hungrig gewesen sein. Sie frassen den ganzen Kopf. Alle Knochen. Die Hufe. Am Ende lagen nur noch ein paar blutige Haarbüschel und der Mageninhalt im Schnee.

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