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Der Nobelpreis wird auf sich warten lassen

Die Medien sind sich einig: für den Nachweis von Gravitationswellen wird es den Nobelpreis geben. Bis zur Auszeichnung können aber noch viele Jahre vergehen.

Die Astronomie ist in eine neue Ära eingetreten: Forscher präsentieren an einer Pressekonferenz die Entdeckung von Gravitationswellen. (11.2.2016)
Die Astronomie ist in eine neue Ära eingetreten: Forscher präsentieren an einer Pressekonferenz die Entdeckung von Gravitationswellen. (11.2.2016)
AP/Andrew Harnik

Neue Ära der Astronomie: Die Reaktionen auf den direkten Nachweis von Gravitationswellen überschlagen sich. Doch die höchste Auszeichnung - den Physik-Nobelpreis – werden die Entdecker in diesem Jahr nicht bekommen.

Denn obwohl die US-Forscher die Entdeckung schon im vergangenen Herbst gemacht hatten, hätten sie ihre Erkenntnisse bis Ende Januar publizieren müssen, sagte ein Sprecher der schwedischen Jury am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Stockholm. Am 31. Januar endet jeweils die Nominierungsfrist für die prestigeträchtige Auszeichnung.

Ohnehin werden Entdeckungen aber oft erst Jahre – in vielen Fällen sogar Jahrzehnte - nach dem wissenschaftlichen Durchbruch gewürdigt. So wollen die Juroren Fehlgriffe vermeiden.

Erstmals Gravitationswellen direkt beobachtet

Am Donnerstag hatten die US-amerikanischen Astrophysiker erklärt, erstmals Gravitationswellen direkt beobachtet zu haben. Damit bestätigten die Wissenschaftler eine 100 Jahre alte Vorhersage von Albert Einstein.

Die Wellen entstehen vor allem, wenn grosse Objekte beschleunigt werden. Das ist zum Beispiel bei der Explosion eines Sterns am Ende seiner Lebenszeit der Fall. Die Gravitationswellen breiten sich in alle Richtungen aus und verbiegen den Raum, ähnlich wie ein ins Wasser geworfener Stein die Oberfläche.

Forscher können die Gravitationswellen als Boten aus dem All nutzen und hoffen auf völlig neue Entdeckungen im Weltraum. Sie sprachen am Donnerstag von dem Beginn einer neuen Ära der Astronomie.

SDA/ofi

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