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Die Erde bebt – aber nicht stärker als früher

Weltweit betrachtet ist das Risiko schwerer Erdbeben heute nicht grösser als in vergangenen Jahrzehnten. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher nach einer Analyse aller starken Erdbeben seit 1900.

Alle Dämme brechen: Die japanische Stadt Miyako beim Beben vom 11. März 2011.
Alle Dämme brechen: Die japanische Stadt Miyako beim Beben vom 11. März 2011.
Keystone

Peter Shearer und Philip Stark von der University of California (USA) hatten sich aus den Archiven alle Erdbeben ab Stärke 7,0 herausgesucht, die es zwischen 1900 und 2011 gegeben hatte. Sie prüften dann mit verschiedenen statistischen Verfahren, ob die Verteilung einem zufälligen Muster entspricht, wie sie im Fachblatt PNAS berichten.

Die Auswertung ergab, dass – global betrachtet – das Auftreten schwerer Erdbeben ab einer Stärke von 8,0 einer Zufallsverteilung entspricht. Seit 2004 habe es zwar mehrere Starkbeben gegeben, zu einer ähnlichen Häufung sei es aber auch im Zeitraum von 1950 bis 1965 gekommen.

Nicht mehr kleinere Beben als früher

Zudem habe die Häufigkeit etwas kleinerer Beben nicht zugenommen. Es sei bisher keine physikalische Erklärung denkbar, nach der es zwar zu einer Häufung starker, nicht aber zu einer Häufung schwächerer Beben komme.

Problematisch bei der statistischen Analyse sei, dass die Rate schwerer Beben insgesamt sehr gering ist. Seit 1900 habe es nur 16 Erdbeben mit einer Stärke von 8,5 oder darüber gegeben, nur 5 hätten eine Stärke von über 9,0 erreicht.

Die Forscher weisen darauf hin, dass trotz des global nicht gestiegenen Risikos in einigen Regionen die Gefahr eines schweren Bebens erhöht scheint - etwa in Chile, Japan oder auf Sumatra. Dort hatte es in jüngerer Vergangenheit starke Erdbeben gegeben.

SDA/miw

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