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«Die Sender für die Tiere sind kleine Schätze»

Der Biologe Martin Wikelski sammelt Big Data aus dem Tierreich: Mit Sendern ausgestattete Tiere sollen dabei helfen, Naturkatastrophen oder Epidemien frühzeitig zu erkennen.

Die Sender sind inzwischen so klein, dass sie sogar auf Monarchfaltern angebracht werden können. Foto: MaxCine
Die Sender sind inzwischen so klein, dass sie sogar auf Monarchfaltern angebracht werden können. Foto: MaxCine

Am Ätna haben Sie Ziegen mit ­Sendern ausgestattet und deren Bewegungsmuster gemessen. ­Können die Tiere tatsächlich vor einem Vulkanausbruch warnen?

Ja, bei sieben grösseren Ausbrüchen am Ätna konnten wir anhand der aufgezeichneten Daten zeigen, dass sie es im Vorfeld wahrgenommen haben. Und zwar ein paar Stunden bevor grosse Mengen Lava und Asche in die Luft geschleudert wurden. Die Ziegen waren plötzlich aussergewöhnlich unruhig, ­liefen auf und ab oder flüchteten unter Büsche und Bäume. Einheimische Hirten hatten dieses Phänomen früher schon beobachtet und sprachen von ­einem «sechsten Sinn» ihrer Tiere.

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