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Donald Trumps Albtraum

Naomi Oreskes deckte auf, wie eine Forschergruppe gezielt Zweifel an seriöser Wissenschaft sät. Seither ist sie Zielscheibe konservativer Kritiker.

«Ich werbe dafür, dass man die Fakten versteht», sagt Naomi Oreskes. Foto: Kayana Szymczak
«Ich werbe dafür, dass man die Fakten versteht», sagt Naomi Oreskes. Foto: Kayana Szymczak

Sie ist der wissenschaftliche Albtraum der meisten republikanischen Präsidentschaftskandidaten: klein, zäh und mit der Streitlust einer gebürtigen New Yorkerin kämpft Naomi Oreskes gegen Wissenschaftler, Politiker und Thinktanks, die das süsse Gift des Zweifels an der Existenz des Klimawandels säen. Wir treffen uns in Davos, sie kommt zu spät und wirkt etwas übernächtigt an diesem letzten Tag des World Economic Forum. Doch selbst müde ist die Harvard-Professorin jemand, den die Amerikaner «intense» nennen, eine Frau auf Hochspannung. «Ich war etwas naiv am Anfang und hab nicht vorausgesehen, worauf ich mich einliess. Ich wollte nur herausfinden, weshalb beim Klimawandel dieser Graben zwischen Wissenschaft und der öffentlichen Meinung so tief war», sagt sie.

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