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Düstere Fakten zum Klimawandel

Der neueste Bericht der Internationalen Energieagentur ist besorgniserregend. Das Klima könnte sich noch viel stärker erwärmen als bisher erwartet.

Im «New Policies Scenario», welches die Absichten und Versprechen der Politiker berücksichtigt, steigt die globale Energie-Nachfrage um eine Drittel zwischen 2010 und 2035. China und Indien machen 50 Prozent des Wachstums aus.
Im «New Policies Scenario», welches die Absichten und Versprechen der Politiker berücksichtigt, steigt die globale Energie-Nachfrage um eine Drittel zwischen 2010 und 2035. China und Indien machen 50 Prozent des Wachstums aus.
WEO
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Laut dem neusten Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) könne die international vereinbarte Obergrenze für die Erderwärmung von zwei Grad Celsius nicht eingehalten werden, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetze.

In dem Bericht wird beim jetzigen Stand der Zusagen von einer Erwärmung um 3,5 Grad ausgegangen. Wird gegen die Zusagen verstossen, könnte sich die Erdatmosphäre um sechs Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aufheizen.

Fukushima verschärfte die Situation

In einem Artikel zum Bericht der IEA schreibt der «Guardian», dass die bereits existierende Infrastruktur, die ineffizient gebauten Gebäude und Transportsysteme, die ganzen Kohle- und Gaskraftwerke und Fabriken, das Hauptproblem darstellten.

Zudem wird entgegen der Hoffungen von Energieromantikern die Abkehr von Atomenergie wahrscheinlich in einem Anstieg der Emissionen resultieren. Die Ereignisse in Fukushima hätten die Situation noch verschärft, sagte Fatih Birol, Chefökonom der IEA, gegenüber dem «Guardian».

Die Energieeffizienz habe sich das zweite Jahr in Folge verschlechtert, erklärte Birol. Die IEA hat davor gewarnt, dass der Klimawandel ohne rasches Handeln unumkehrbar sein wird.

China gefordert

Birol forderte die Regierungen heute auf, dem gegenwärtigen Trend entgegenzuwirken. Hierfür müssten die Staaten Subventionen für fossile Brennstoffe abschaffen und die Energieeffizienz massgeblich vorantreiben.

Das ginge auch die Schwellenländer an: China müsste im Kampf gegen den Klimawandel eine viel grössere Rolle einnehmen, sagte Birol gegenüber dem «Guardian». Das Land argumentierte jahrelang, dass die Pro-Kopf-Emissionen Chinas niedriger seine als jene der Industrieländer und es deshalb im Klimaschutz nicht ganz so stark mitziehen müsse. Doch die IEA-Analyse ergibt, dass innerhalb der nächsten vier Jahre, die Pro-Kopf-Emissionen Chinas jene der EU übersteigen wird.

Birol äusserte sich skeptisch über den Willen der Regierungen, die notwendigen Opfer zu erbringen, um die Zusagen einzuhalten. Es fehle nicht an der nötigen Technologie, wohl aber an dem politischen Willen, erklärte er.

dapd/kle

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