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Ein glühender Feuerring in Asien

Von Indien bis Singapur konnten zahllose Menschen ein ungewöhnliches Naturereignis am Tageshimmel beobachten.

Sonne und Mond verschmelzen zu einem Feuerring: Blick auf die Finsternis in Indonesien durch ein Sicherheitsglas. (26. Dezember 2019) Bild: Rifka Majjid/AP
Sonne und Mond verschmelzen zu einem Feuerring: Blick auf die Finsternis in Indonesien durch ein Sicherheitsglas. (26. Dezember 2019) Bild: Rifka Majjid/AP

In weiten Teilen Asiens haben die Menschen am Donnerstag eine besondere Sonnenfinsternis bestaunen können: Dabei schob sich der Mond genau zwischen Erde und Sonne, verdeckte die Sonne aber nicht komplett, sondern liess einen leuchtenden Ring frei.

Eine solche ringförmige Sonnenfinsternis ist meist nur in einem kleinen Gebiet sichtbar. Diesmal begann das Himmelsschauspiel auf der Arabischen Halbinsel und zog in einem breiten Streifen über Südindien und Südostasien bis zum Nordpazifik.

In Singapur versammelten sich hunderte Schaulustige am Hafen, um die Sonnenfinsternis zu bestaunen. «Die nächste wird sich, glaube ich, erst in etwa vierzig Jahren ereignen», sagte der 37-jährige Jason Teng, der sich den Tag frei genommen hatte, um das Naturschauspiel zu fotografieren.

So präsentierte sich die Sonnenfinsternis aus der 124. Etage des Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, in Dubai. (26. Dezember 2019) Bild: Ali Haider/EPA
So präsentierte sich die Sonnenfinsternis aus der 124. Etage des Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, in Dubai. (26. Dezember 2019) Bild: Ali Haider/EPA

Der Deutsche Alexander Alin war sogar nach Singapur gereist, um die Sonnenfinsternis zu sehen. Das Himmelsschauspiel dauere zwar nur zwei Minuten, das Erlebnis sei aber so intensiv, dass er noch wochenlang darüber reden werde, sagte der 45-jährige Geophysiker.

Frei wegen Finsternis

Im Süden Indiens versammelten sich die Menschen an den Stränden im Bundesstaat Tamil Nadu, um die Sonnenfinsternis zu beobachten. Der Bundesstaat Odisha erklärte den Donnerstag sogar eigens zum Feiertag – alle Behörden, Gerichte, Schulen und Universitäten blieben geschlossen.

Kinder schauen sich das Spektakel in Guwahati in Indien mit einer Spezialbrille an. (26. Dezember 2019) Bild: STR/EPA
Kinder schauen sich das Spektakel in Guwahati in Indien mit einer Spezialbrille an. (26. Dezember 2019) Bild: STR/EPA

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi verdeckten allerdings Wolken und die Luftverschmutzung die Sicht. Premierminister Narendra Modi äusserte sich enttäuscht – obwohl so weit nördlich ohnehin nur eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen gewesen wäre. Auch er habe dem Ereignis entgegengefiebert, schrieb Modi im Onlinedienst Twitter. «Leider» habe er die Sonnenfinsternis aber nicht selbst, sondern nur auf Livebildern sehen können.

In Indonesien versammelten sich hunderte Menschen vor dem Planetarium der Hauptstadt Jakarta. Sie habe den Beginn der Sonnenfinsternis schon zu Hause gesehen und hoffe nun trotz der Wolken auf eine gute Sicht auf den Höhepunkt, sagte Chandra Ayu Dewi, die zusammen mit ihren Kindern zum Planetarium gekommen war.

Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis wird im Juni zu sehen sein, allerdings nur in einem schmalen Streifen von Afrika bis Nordasien.

SDA/red

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