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Ein Viertel aller Säugetierarten vom Aussterben bedroht

Eisbären, Tapire, Nilpferde und Hunderte andere Tierarten könnten bald für immer verschwinden.

«Ich denke, im Endeffekt geht es darum, was für eine Welt wir unseren Kindern hinterlassen wollen», sagte der amerikanische Professor Andrew Smith. «Wie arm wäre die Welt, wenn wir ein Viertel der Säugetiere verlieren.»

Eine von vier Säugetierarten ist vom Aussterben bedroht, bei jeder zweiten nimmt der Bestand ab, heisst es in der Studie der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources - IUCN) aus dem schweizerischen Gland.

IUCN-Generalsekretärin Julia Marton-Lefevre erklärte: «Innerhalb unserer Lebenszeit könnten hunderte Arten als Ergebnis unserer Taten verloren gehen - ein furchterregendes Zeichen für das Ökosystem, in dem wir leben.»

Primaten besonders gefährdet

Besonders betroffen sind generell Primaten: In Afrika werden sie wegen ihres Fleisches gejagt, in Südostasien verlieren sie ihren Lebensraum, erklärte Smith, der an der Staatsuniversität von Arizona lehrt. Ferner sind Tapire, Flusspferde und Bären akut bedroht, wegen des Klimawandels auch zunehmend Eisbären und Sattelrobben, die auf grosse Eisflächen angewiesen sind.

Es gab aber auch einige wenige gute Nachrichten. Obwohl die meisten Teile der Welt erschlossen sind, wurden 5487 neue Tierarten entdeckt - ein Anstieg von 19 Prozent seit 1992. Und fünf Prozent der derzeit als gefährdet geltenden Arten zeigen Zeichen der Erholung - darunter der Schwarzfussiltis in den USA und Wildpferde in der Mongolei. Diese galten in den 90ern schon fast als ausgestorben.

AP/grü

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