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Ein Winter der Rekorde

Die Wetterkapriolen von El Niño im Pazifik haben weltweit Elend und Leid gebracht. Die Temperaturrekorde lassen sich jedoch nicht allein mit diesem Phänomen erklären.

El Niño, das Christkind. Liebevoll klingt der Name der Wetterkapriolen im Pazifik. Peruanische Fischer erdachten ihn, weil El Niño jeweils in der Weihnachtszeit besonders stark auftritt. Das Christkind bringt aber kein Heil – sondern Elend und Leid. In Äthiopien brauchen laut der Hilfsorganisation World Vision mehr als sechs Millionen Menschen Wasser und hygienische Hilfe. In Zimbabwe wurde im ganzen Land das Wasser rationiert; 15'000 Bohrlöcher sind ausgetrocknet. Sieben von neun Provinzen in Südafrika haben wegen der Dürre den Notstand ausgerufen. In Honduras gräbt die Bevölkerung eigenhändig Brunnen, Kinder leiden an Durchfall. Die Hauptstadt von Paraguay, Asunción, hingegen wurde überflutet wie schon lange nicht mehr. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass gegen 60 Millionen Menschen einem verstärkten Risiko ausgesetzt sind, an Fehlernährung, Durchfall oder Malaria zu erkranken.

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