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Eine blutige Tradition, die keine ist

Japanische Tierschutzorganisationen kämpfen zurzeit vergeblich für einen Stopp von Treibjagden auf Delfine. Die neue Jagdsaison hat soeben begonnen. Doch selbst die Japaner mögen das Fleisch nicht mehr essen.

Blutige Jagd: Japanische Fischer erlegen in einer Bucht nahe der Kleinstadt Taiji Delfine. Foto: AP (Archivbild)
Blutige Jagd: Japanische Fischer erlegen in einer Bucht nahe der Kleinstadt Taiji Delfine. Foto: AP (Archivbild)

Nun schlachten sie wieder. Wie jedes Jahr treiben die Fischer der kleinen ­ja­panischen Stadt Taiji im September Del­finherden in eine enge Bucht und metzeln sie im Wasser zu Tode. Allerdings nicht alle. Und immer weniger. Die besten Tiere werden nach der gleichen Methode, einer brutalen Treibjagd mit Schnellbooten, die fünf bis sechs Stunden dauern kann, lebend gefangen. Und an Aquarien und Zoos verkauft. Das bringt viel mehr Geld ein als Delfinfleisch, das ohnehin niemand mehr will. 1125 Delfine hat Taiji in zehn Jahren an Delfinarien verkauft, pro Tier für etwa 150'000 US-Dollar.

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