Zum Hauptinhalt springen

Erfolgsgeschichte mit Nebenwirkung

Die Ozonschicht erholt sich. Dafür ist ein zusätzliches Klimaproblem entstanden.

Die Geschichte vom Ozonloch könnte gut ausgehen. Das ist dem neuen Bericht zu entnehmen, den die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und die UNO-Umweltorganisation Unep gestern veröffentlicht haben. Das Loch in der schützenden Gasschicht schliesst sich allmählich wieder.

Das letzte Kapitel ist jedoch noch nicht geschrieben. Zwar ist die Produktion und der Verbrauch von Ozon ab­bauenden Chemikalien, hauptsächlich Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), dank dem Umweltvertrag von Montreal um mehr als 90 Prozent gesenkt worden. Und die Autoren des UNO-Berichts gehen davon aus, dass die Ozonschicht bis Mitte des Jahrhunderts wieder den natürlichen Stand von vor 1980 erreichen wird, falls die Vorgaben des Montreal-Protokolls weiterhin strikte eingehalten werden. So sind laut dem Fachmagazin «Science» vermutlich gegen 100'000 zusätzliche Hautkrebsfälle weltweit pro Jahr vermieden worden, weil die Ozonschicht in der Stratosphäre in 10 bis 30 Kilometer Höhe nicht mehr weiter ausdünnt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.