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«Es war eine Fehleinschätzung»

Der Bündner Ernst Bromeis wollte den gesamten Rhein durchschwimmen. Doch die Fortbewegung in den kalten Wassermassen erweist sich als schwierig. Er sei müde und abgekämpft.

Der See ist eigentlich noch von einer dicken Schicht aus Eis und Schnee überzogen: Das Eisloch aus der Vogelperspektive. (2. Mai 2012)
Der See ist eigentlich noch von einer dicken Schicht aus Eis und Schnee überzogen: Das Eisloch aus der Vogelperspektive. (2. Mai 2012)
Keystone
Zu kalt zum Schwimmen? Ernst Bromeis ist mit seinem Kajak im deutschen Breisach unterwegs. (14. Mai 2012)
Zu kalt zum Schwimmen? Ernst Bromeis ist mit seinem Kajak im deutschen Breisach unterwegs. (14. Mai 2012)
Keystone
Talabwärts: Ernst Bromeis fährt mit den Skiern durch eine steile Rinne Richtung offenem Rhein in Tschamutt am Oberalppass ab. (2. Mai 2012)
Talabwärts: Ernst Bromeis fährt mit den Skiern durch eine steile Rinne Richtung offenem Rhein in Tschamutt am Oberalppass ab. (2. Mai 2012)
Keystone
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Der Bündner Schwimmer Ernst Bromeis steigt bei seiner Rhein-Tour ins Paddelboot um. Er werde den grössten Teil der weiteren Strecke per Boot zurücklegen, sagte der 44-Jährige am Montag im südbadischen Breisach.

«Es war eine Fehleinschätzung zu glauben, dass man den ganzen Rhein durchschwimmen kann.» Er habe seine Kräfte überschätzt. Soweit möglich, werde er aber Teile der Route auch schwimmen.

Bromeis, der ursprünglich den Rhein auf der gesamten Strecke von den Alpen bis zur Nordsee durchschwimmen wollte, war am Montag in Basel gestartet und nach zehneinhalb Stunden 70 Kilometer flussabwärts in Breisach angekommen.

Abbruch möglich

Bei dieser Etappe schwamm er eine halbe Stunde, die restlichen zehn Stunden fuhr er im Kajak. «Es zehrt unglaublich», sagte Bromeis am Ende seiner Tagestour. «Ich bin müde und abgekämpft.» Er sei noch unentschlossen, ob er die Tour abbrechen werde oder weitermache.

Läuft alles nach dem ursprünglichen Plan, kommt Bromeis am 31. Mai ins Ziel. Er hätte dann 1230 Kilometer zurückgelegt. Bereits bewältigt hat er davon 426 Kilometer. Gestartet war der Extremschwimmer vor zwei Wochen an der Quelle des Rheins im Bündner Oberland.

An seiner Botschaft ändere sich nichts, sagte der Sportler. Er möchte auf die ökologische Bedeutung des Rheins aufmerksam machen sowie für einen grösseren Umwelt- und Gewässerschutz werben. Das Projekt von Bromeis heisst «Das blaue Wunder Rhein 2012». Es ist auch Teil der Sommerkampagne zum Thema Wasser von Schweiz Tourismus.

SDA/kle

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