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Falsches Elfenbein deckt Schmuggelrouten auf

Ein Journalist hat GPS-Tracker in zwei Nachbildungen von Elefantenstosszähnen versteckt. Damit verfolgte er Schmuggler.

Über 30'000 Afrikanische Elefanten werden jedes Jahr von Wilderern getötet. Dabei geht es in den meisten Fällen um die wertvollen Stosszähne der Tiere. Gerade bei der chinesischen Mittelklasse sind Produkte aus Elfenbein sehr beliebt.

Journalist Bryan Christy wollte wissen, welche Routen die Schmuggler wählen. Dafür holte er sich die Hilfe eines Tierpräparators. Dieser kreierte zwei falsche Elefantenstosszähne und versteckte darin jeweils einen GPS-Sender. «Ich will die Leute verfolgen, die die Elefanten töten. Ich will herausfinden, welche Route sie wählen, welche Schiffe sie nehmen, welche Länder als Transit verwendet werden», schreibt Christy in einer Vorabmeldung seiner Reportage, die im Magazin «National Geographic» am 25. August erscheinen wird.

1000 Kilometer in zwei Monaten

Das falsche Elfenbein sendete der Journalist in den Garamba National Park im Kongo, einen Ort «der zu gefährlich ist für uns, um dort hinzugehen», wie er dem US-Rundfunkproduzenten National Public Radio sagt. Innerhalb von knapp zwei Monaten wurde die Fälschung fast 1000 Kilometer weit transportiert. «Wir konnten nachverfolgen, wie das Elfenbein immer weiter nördlich bis in den Sudan gelangte. Die Schmuggler vermieden dabei, öffentliche Strassen oder bekannte Pfade zu nehmen», sagt Christy.

In der sudanesischen Region Darfur wird Elfenbein häufig für Waffen oder Medizin gehandelt. Der Hauptmarkt sei aber China, sagt Christy. Der Sender National Geographic wird am 30. August Christys Dokumentarfilm «Explorer: Warlords of Ivory» ausstrahlen.

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