Zum Hauptinhalt springen

Gefährliche Chemikalien in Outdoor-Bekleidung

Greenpeace hat herausgefunden, dass sich in Kleidern und Utensilien von Outdoor-Herstellern oft Schadstoffe befinden. Mensch und Natur können darunter leiden.

Gesundheitsschädliche Chemikalien: Bei Greenpeace kommen die Artikel der Outdoor-Bekleidung gar nicht gut weg. (Archiv)
Gesundheitsschädliche Chemikalien: Bei Greenpeace kommen die Artikel der Outdoor-Bekleidung gar nicht gut weg. (Archiv)
Keystone

In Kleidern und Schuhen sowie Rucksäcken und Schlafsäcken von Outdoor-Firmen stecken nach Angaben von Greenpeace oft umwelt- oder gesundheitsschädliche Chemikalien. Nur in vier von 40 untersuchten Artikeln sind keine polyfluorierten Chemikalien (PFC) gefunden worden. Die Outdoor-Branche setze weiterhin Schadstoffe ein, von denen sich einige in der Natur anreicherten oder sogar krebserregend wirken könnten, kritisierte die Umweltorganisation heute.

Die Ergebnisse des dritten Outdoor-Bekleidungstests von Greenpeace seien enttäuschend für die Liebhaber von Outdoor-Kleidung, «die sich ihre Ausrüstung sauber und umweltfreundlich wünschen», erklärte Greenpeace-Chemie-Experte Manfred Santen.

Umweltfreundliche Produktionsmittel gefordert

Textilhersteller müssten riskante Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen, forderte Santen. Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden von der Outdoor-Industrie bei der Herstellung wasserdichter Membrane sowie wasser- und schmutzabweisender Beschichtungen verwendet.

Elf der 40 Produktproben enthielten laut Greenpeace die gesundheitsschädliche, krebserregende Perfluoroktansäure (Pfoa). Die Konzentration habe dabei über dem derzeit schon in Norwegen geltenden Grenzwert von einem Mikrogramm pro Quadratmeter gelegen. Andere sehr langlebige PFC seien teilweise in noch höheren Konzentrationen gefunden worden.

Die Forderung an die Kundschaft

Die Schadstoffe verursachen laut Greenpeace vor allem in den Herstellungsländern Schäden an Mensch und Natur. Daher sollten Verbraucher vor dem Kauf prüfen, «ob sie ihre Outdoor-Ausrüstung für einen Gipfelsturm oder Spaziergang benötigen», erklärte Santen.

Oftmals gebe es PFC-freie Alternativen. Wetterfest und PFC-frei seien zum Beispiel Textilien aus Polyester und Polyurethan. Greenpeace bemüht sich seit 2011 mit der Kampagne «Detox» darum, dass Firmen bis 2020 Kleidung und Schuhe giftfrei produzieren.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch