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Giftige Algen im Zürichsee profitieren vom Klimawandel

Die Burgunderblutalge wächst enorm und dominiert das Plankton, weil sich der Zürichsee in den letzten 20 Jahren deutlich erwärmt hat.

Senken den Sauerstoffgehalt: Burgunderblutalgen im Zürichsee.
Senken den Sauerstoffgehalt: Burgunderblutalgen im Zürichsee.
Christian Dietz («Zürichsee-Zeitung»)

Sie gehören zu den ältesten Bakterien und fühlen sich im Zürichsee immer wohler: Planktothrix rubescens. Der Volksmund spricht zwar von den Burgunderblutalgen, doch eigentlich sind sie Cyanobakterien, die Jahr für Jahr mancherorts im See einen rötlichen Film hinterlassen. Sie sind also Altbekannte, doch ihre Vermehrung hat die Wissenschaftler überrascht. «Dieses Ausmass haben wir nicht erwartet», sagt Thomas Posch von der Limnologischen Station der Universität Zürich in Kilchberg. Seit den 90er-Jahren dominieren die Burgunderblutalgen das sogenannte autotrophe Plankton, das wie Pflanzen fotosynthetisch Energie gewinnt. Im Durchschnitt beträgt der Anteil 40 Prozent, zuvor waren es nur 11 Prozent.

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