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Wieso Arnika auf Berggipfeln eine schlechte Nachricht ist

Neue Pflanzenarten erobern hochalpine Regionen: Nun belegt eine Studie erstmals klar den Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) klettert fast bis auf den Gipfel des Doms. Foto: Veronika Stöckli
Der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) klettert fast bis auf den Gipfel des Doms. Foto: Veronika Stöckli

Als die Schweizer Botaniker Josias Braun-Blanquet und Eduard August Rübel vor rund 100 Jahren Pflanzen auf vielen Alpengipfeln dokumentierten, sah die Welt dort oben noch anders aus. Die mittlere Temperatur in den Bergregionen lag rund zwei Grad tiefer als heute. Viele Arten, die man heute in der Höhe findet, konnten die Vegetationskundler seinerzeit nicht entdecken. Wie eine aktuelle Studie im Fachmagazin «Nature» zeigt, gedeihen auf Europas Berggipfeln mittlerweile erheblich mehr Pflanzenarten als noch vor 100 Jahren. Besonders in den letzten Jahrzehnten stieg der Artenreichtum immer steiler nach oben, da wärmeliebende Pflanzen aus tieferen Regionen die Gipfel eroberten. Während um 1950 im Mittel eine neue Art pro Jahrzehnt auf den Berggipfeln entdeckt wurde, sind es heute deren fünf.

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