Hawking: In 100 Jahren sind alle auf der Erde tot

Die Prognosen des Astrophysikers werden immer düsterer. Laut seinen neusten Aussagen wird die Zeit, die Erde zu verlassen, immer knapper.

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Schon in 100 Jahren könne die Menschheit nicht mehr auf der Erde leben, meint der weltbekannte Astrophysiker Stephen Hawking. Klimawandel, Asteroideneinschläge, Epidemien und Bevölkerungswachstum könnten die Erde unbewohnbar machen, warnt Hawking gegenüber der BBC. Deshalb müssten die Menschen schon bald fremde Himmelskörper besiedeln. Noch im letzten November gab Hawking der Menschheit 1000 Jahre auf der Erde.

Die BBC widmet dem Thema eine Dokumentation mit dem Titel «Expedition New Earth». Wissenschaftler um den Astrophysiker gehen darin der Frage nach, wie realistisch eine Besiedlung anderer Himmelskörper ist. Die Doku soll im Sommer 2017 ausgestrahlt werden.

Miniraumschiffe

Hawking hatte bereits im November 2016 den Aufbau von Kolonien auf dem Mars empfohlen. Es wird aber noch Jahrzehnte dauern, bis eine Besiedlung möglich wird. Zwar haben Weltraumagenturen längst den Mars zum Ziel bemannter Missionen auserkoren – aber konkrete Pläne gibt es bislang nicht.

Hawking denkt auch über unser Sonnensystem hinaus. Er unterstützt Pläne, unbemannte Miniraumschiffe mit Laserstrahlen zu Lichtjahre entfernten Sternen zu schiessen. Die Breakthrough-Initiative des russischen Milliardärs Jurij Milner hat das unserem Sonnensystem nächstgelegene Sternensystem als Ziel auserkoren: Alpha Centauri.

Tausende Atomkraftwerke nötig

Das Sternensystem ist 4,3 Lichtjahre entfernt – eine Sonde bräuchte mit aktueller Technologie rund 30'000 Jahre für eine Reise dorthin. Mit Laserschub soll der Flug aber nur 20 Jahre dauern.

Die Laser wären auf das zu beschleunigende Raumschiff ausgerichtet. Dieses müsste sich bereits im Weltall befinden und mit einem riesigen Segel bestückt sein. Es würde wie ein Spiegel das Laserlicht nahezu vollständig reflektieren. Dabei übertragen die Photonen einen Impuls auf das Segel und beschleunigen es.

Das Problem: Ultraleichte unbemannte Sonden bräuchten für die Laser eine kurzzeitige Leistung von etwa 50 Atomkraftwerken. Wollte man auf diese Weise aber bemannte Raumschiffe beschleunigen, wären Tausende Kraftwerke nötig, welche die Energie erzeugen. (woz)

Erstellt: 07.05.2017, 12:18 Uhr

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