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Kopf des Schildschnabels ist wertvoller als Elfenbein

Ein in Asien lebender Nashornvogel ist bei Wilderern begehrt. Sein massiver Schnabel ist auf dem Schwarzmarkt dreimal so viel wert wie Elefantenstosszähne.

Vom Aussterben bedroht: Der Schildschnabel lebt in Malaysia und Indonesien.
Vom Aussterben bedroht: Der Schildschnabel lebt in Malaysia und Indonesien.
CC 3.0/Doug Janson
Jagdtrophäe: Der Kopf des Nashornvogels ist auf dem Schwarzmarkt dreimal so viel wert wie Elefantenstosszähne.
Jagdtrophäe: Der Kopf des Nashornvogels ist auf dem Schwarzmarkt dreimal so viel wert wie Elefantenstosszähne.
CC 3.0/Citron
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Auf der indonesischen Insel Borneo wird der Schildschnabel als Götterbote verehrt, und ihn zu töten, ist ein Tabu. Trotzdem machen Wilderer Jagd auf den asiatischen Nashornvogel. Denn der Verkauf des seltenen Tieres ist lukrativ, wie das Nachrichtenportal BBC.com berichtet. Aus dem massiven Schnabel und Schädelfortsatz aus Keratin lassen sich elfenbeinähnliche Kunstobjekte schnitzen. Das Material ist vor allem in China sehr begehrt. Ein indonesischer Forscher fürchtet, dass die Art bald aussterben wird.

Der Schildschnabel lebt hauptsächlich in Malaysia und Indonesien. Auf den Inseln Sumatra und Borneo ist er für seine lauten Schreie bekannt. Er ernährt sich von Nüssen und Früchten. Sein Schnabel und der Schädelfortsatz können bis zu drei Kilogramm wiegen. Das macht elf Prozent seines Gewichts aus. Seine Flügelspannweite beträgt zwei Meter.

Ein Kilogramm kostet fast 6000 Franken

Der indonesische Forscher Yokyok Hadiprakarsa schätzt, dass in Ostasien jährlich 6000 Vögel getötet werden. Das Vogel-Elfenbein ist auf dem Schwarzmarkt dreimal teurer als Stosszähne von Elefanten. Ein Kilogramm kostet rund 5800 Franken. Es lässt sich gut schnitzen, fühlt sich glatt und seidig an und hat einen goldgelben Glanz.

«Wenn wir nicht aufpassen, wird die Art aussterben», warnt Hadiprakarsa. Neben den Wilderern macht dem Schildschnabel auch der Verlust seines Lebensraumes zu schaffen. Weltweit fallen Regenwälder der grossen Nachfrage nach Palmöl zum Opfer.

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