Zum Hauptinhalt springen

Lungenärzte machen Rechenfehler

Bei einem Vergleich der Stickoxid-Belastung durch Strassenverkehr und durch das Rauchen gab es einen Fehler.

Schädliche Abgase: Ein Bericht zu Stickoxiden enthielt Fehler. (Archivbild) Bild: Sebastian Gollnow/Keystone
Schädliche Abgase: Ein Bericht zu Stickoxiden enthielt Fehler. (Archivbild) Bild: Sebastian Gollnow/Keystone

Die in Deutschland umstrittene Stellungnahme von mehr als 100 Lungenärzten zu den Auswirkungen der Feinstaubbelastung beruht offenbar auf falschen Berechnungen. Wie die «taz» berichtet, hat der Initiator Dieter Köhler Fehler in dem Dokument eingestanden. Dabei geht es unter anderem um den Vergleich zwischen der Stickstoffdioxidbelastung aus dem Strassenverkehr und der Belastung durch das Rauchen.

Die «taz» zitiert aus der Stellungnahme der unterzeichnenden Ärzte. Darin heisst es, dass ein Raucher in wenigen Monaten die gleiche Stickoxidmenge einatme, für die ein Nichtraucher 80 Jahre lang die Luft im Aussenbereich einatme.

Nach den Berechnungen der Zeitung braucht ein Raucher für die gleiche Menge Stickoxid aber nicht wenige Monate, sondern sechs bis 32 Jahre. Der Fehler ergebe sich durch eine fehlerhafte Umrechnung und durch einen falschen Ausgangswert. Nach Angaben der «taz» ist zudem bei der Berechnung zur Feinstaub-Konzentration ein Fehler unterlaufen. Diese sei um den Faktor zehn falsch.

Die Stellungnahme der Ärzte hatte eine landesweite Debatte über Feinstaubwerte ausgelöst. Obwohl nur ein kleiner Teil der 3800 angefragten Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie unterschrieben hatte, forderte der Verkehrsminister, Andreas Scheuer, eine Überprüfung der Werte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch