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Mäusemangel bringt Vögel in Not

Weil das Gras in diesem Jahr hoch und dicht wächst, haben Turmfalken und Schleiereulen zu wenig Nachwuchs.

Bei den Nistkontrollen habe man vielerorts nur zwei bis drei - statt fünf bis sechs - junge Turmfalken gefunden, teilte die Schweizerische Vogelwarte Sempach mit.

Auch bei den Schleiereulen gab es in diesem Jahr nur wenig Nachwuchs. Die Zahl der Jungeulen lag zu Beginn der Brutsaison deutlich unter dem Durchschnitt.

Verspätete Brut

Wegen fehlender Mäuse zögerten aber viele Schleiereulen den Brutbeginn hinaus, so dass einige Bruten Ende August doch noch ausfliegen.

Ausfälle gab es laut Vogelwarte auch bei den Mäusebussarden. Beim Waldkauz legten viele Vögel überhaupt keine Eier. Im Kanton Schaffhausen beispielsweise gab es praktisch keinen Nachwuchs an Waldkäuzen.

Erschwerte Mäusejagd

Der Grund liegt beim nassen Frühling. Auf späte Schneefälle im März folgte ein verregneter, kühler April. Zusammen mit der Wärme im Mai wuchs das Gras eher spät, schoss dann aber kräftig in die Höhe.

Erneut regnerisches Wetter anfangs Juni verzögerte das Mähen. Im dichten hohen Gas gelingt Turmfalken und Schleiereulen das Jagen von Kleinsäugern aber nur mit Mühe.

Kommt hinzu, dass sich die Mäuse rar machten. Bei den geringen Mäusebeständen hätten es Greifvögel und Eulen doppelt schwer, in der kritischen Zeit genügend Futter für ihre Jungen zu beschaffen, schreibt die Vogelwarte.

Gemähte Wiesen von Vorteil

Wo Wiesen dagegen nach und nach gemäht werden, fällt es den Vögeln leichter, Mäuse zu jagen. In Zeiten geringer Mäusepopulationen finden beide Vogelarten zudem oft in der direkten Umgebung von Ökoflächen doch noch einige Mäuse für ihre hungrigen Jungen.

SDA/grü

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