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Pestizide: Schweizer Bauern übertreiben es

Würden die Bauern den ökologischen Vorgaben der offiziellen Agrarpolitik folgen, wäre der Pestizidverbrauch um ein Fünftel niedriger.

Matthias Meili, Micha Treuthardt Grafik

Das Jahr 2016 begann mit einer Positivnachricht von unerwarteter Seite. Der Billig-Discounter Aldi meldete als erster grosser Händler, dass seine Schweizer Gemüse- und Obstproduzenten acht Pestizide – darunter vier für Bienen ­gefährliche Stoffe der sogenannten Neo­nicotinoide – nicht mehr verwenden dürfen. Mit diesen Stoffen werden zum Beispiel Blumenkohl, Äpfel oder Gurken behandelt.

Pestizide in der Landwirtschaft wurden das ganze Jahr über heiss diskutiert. Vor den Sommer­ferien schickte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) einen Aktionsplan zur Reduktion in die Vernehmlassung, die vor zwei Wochen abgeschlossen wurde. Darin sind rund 50 Massnahmen aufgeführt, mit denen laut BLW eine Reduktion des Mitteleinsatzes von 12 Prozent in den nächsten zehn Jahren erreicht werden könnte.

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