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Professor Star Trek

Metin Tolan weiss, warum James Bond seinen Wodka-Martini geschüttelt trinkt und wer wahrscheinlich die Fussball-EM gewinnen wird.

«Mit Reizen wie Ekel prägt sich die Physik besser ein», sagt Metin Tolan. Foto: Vanessa Leissring
«Mit Reizen wie Ekel prägt sich die Physik besser ein», sagt Metin Tolan. Foto: Vanessa Leissring

Es ist früh morgens, kurz vor acht. Der Hörsaal 1 im Hörsaalgebäude 2 der Universität Dortmund füllt sich mit Studenten. Metin Tolan, Professor für Experimentalphysik, startet den Projektor. Der Titel der Vorlesung erscheint: «Warum es falsche Abseitsentscheidungen gibt.» In der nächsten halben Stunde wird Tolan erklären, warum Linienrichter alle Achtung verdienen. Unter Berücksichtigung der Verarbeitungszeit eines visuellen Reizes im Gehirn und der perspektivischen Verzerrung einer Szene sei die Leistung der Linienrichter geradezu unglaublich. «Eigentlich müssten neun von zehn Abseitsentscheidungen falsch sein», sagt Tolan. «Aber tatsächlich sind neun von zehn Entscheidungen richtig. Die Linienrichter sind besser, als es die Gesetze der Physik erlauben.»

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