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Schimpansen spüren, wenn ihre Freunde sterben

Affen verfügen über ein Todesbewusstsein: Sie widmen sterbenden Gruppenmitgliedern besondere Aufmerksamkeit. Das zeigt eine neue Studie.

Sie spüren, wenn ein Angehöriger geht: Schimpansen, hier in einem Zoo von Barcelona.
Sie spüren, wenn ein Angehöriger geht: Schimpansen, hier in einem Zoo von Barcelona.

Schimpansen könnten zu den wenigen Lebewesen zählen, die ein Bewusstsein für den Tod entwickelt haben. In einer im US-Fachblatt «Current Biology» veröffentlichten Studie werten Wissenschaftler der britischen Universität Stirling Beobachtungen vom Umgang der Schimpansen mit sterbenden oder toten Mitgliedern einer Gruppe aus.

«Das Todesbewusstsein zählt zu jenen psychologischen Phänomenen, von denen man lange annahm, dass nur der Mensch sie aufweise», schreibt Studienautor James Anderson. «Unsere Beobachtungen von Schimpansen lassen aber vermuten, dass ihr Todesbewusstsein viel ausgeprägter ist als angenommen.»

Nach dem Tod entfernt

Für die Untersuchung werteten die Biologen unter anderem Beobachtungen über den Tod einer alten Schimpansin in einem schottischen Gehege aus. In den Tagen vor ihrem Ableben habe sich die Gruppe besonders ruhig verhalten und der schwachen Schimpansin viel Aufmerksamkeit geschenkt.

In den Stunden vor ihrem Tod hätten die Gruppenmitglieder sie mit zärtlichen Gesten berührt und ihr Fell gepflegt. Nach dem Tod hätten sich die Gruppenmitglieder entfernt, nur die Tochter der Schimpansin sei die ganze Nacht über bei der toten Mutter geblieben.

SDA/oku

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