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So schlug der Meteorit auf dem Mond ein

Mit über 60'000 Kilometern pro Stunde schlug ein Meteorit auf dem Mond ein. Nun haben spanische Wissenschaftler das Video dazu veröffentlicht.

Zwei Teleskope im spanischen Sevilla haben den grössten jemals beobachteten Meteoriteneinschlag auf dem Mond aufgezeichnet. Der Einschlag fand bereits im September des letzten Jahres statt, aber die Wissenschaftler der Universität von Huelva haben die Ergebnisse erst jetzt im Fachmagazin «Monthly Notices of the Royal Astronomical Society» veröffentlicht.

Gemäss der Studie hatte der Meteorit einen Durchmesser von einem bis eineinhalb Metern und ein Gewicht von rund 450 Kilogramm. Beim Aufprall mit über 60'000 Kilometern pro Stunde wurde die Energie von 15 Tonnen TNT freigesetzt. Trotz der relativ geringen Grösse des Meteoriten resultierte der Einschlag in einem Krater von über 40 Metern Durchmesser.

«Äusserst selten»

Gegenüber der englischen Zeitung «The Guardian» äussert sich Studienleiter Jose Madiedo: «Als ich den Einschlag auf dem Bildschirm sah, wurde mir sofort klar, dass ich ein aussergewöhnliches Ereignis beobachtete. Das ist wirklich beeindruckend und äusserst selten.»

Durch das Studieren des Mondes erhofft sich Madiedo, Rückschlüsse über Bedrohungen für die Erde zu erhalten. «Wir sind direkte Nachbarn», so der Forscher. Der vor ziemlich genau einem Jahr über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierten Himmelskörper etwa hatte einen geschätzten Durchmesser von 10 Metern und ein Gewicht von rund 10'000 Tonnen.

Dauerhafte Atmosphäre

Anders als der Mond besitzt die Erde allerdings eine dauerhafte Atmosphäre, die den Meteorit durch Reibung verlangsamte. Die dabei auftretenden Kräfte führten schliesslich dazu, dass der Himmelskörper über Russland in einer Höhe von 24 bis 30 Kilometern explodierte. Die auf der Erde ankommenden Gesteinsbrocken hatten daraufhin trotz einer Grösse von bis zu einem Meter nicht mehr die selbe Zerstörungskraft wie der nun auf dem Mond aufgenommene Einschlag.

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