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UNO-Rat zeigt die Folgen des Klimawandels auf

Forscher können Effekte der Erderwärmung nun dank ausführlicher Datenanalyse statistisch belegen.

Die Klimaforscher hatten es bisher nicht einfach: Die Erderwärmung konnten sie weltweit messen und nachweisen. Die Folgen hingegen waren meistens nur durch theoretische Überlegungen erklärbar. «Nun sieht man zweifellos die Folgen einer über längere Zeit erhöhten Erdtemperatur», sagt ETH-Forscher Andreas Fischlin. Im Vergleich zum letzten Bericht des Weltklimarats (IPCC) über die Folgen des Klimawandels 2007 stehen nun bedeutend mehr Daten zur Verfügung, um auch statistisch eindeutige Belege vorzuweisen. Es sei grundsätzlich schwierig, einzelne Effekte dem Klimawandel zuzuschreiben, sagt Fischlin, weil je nachdem andere Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen. Zum Beispiel die zunehmende Bevölkerungszahl oder die Intensivierung der Landwirtschaft.

Das beste Beispiel ist die Ausbleichung der Korallenriffe. Lange Zeit war es schwierig, die Ursache eindeutig der Erderwärmung zuzuordnen, weil Korallen unter anderem auch durch landwirtschaftlichen Dünger, der ins Wasser gelangt, zerstört werden können. Die inzwischen deutlich bessere Datenlage zeigt, dass die Erwärmung des Meerwassers und die Versauerung des Meers durch die Aufnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre eine entscheidende Rolle spielen. Ein eindeutiger Zusammenhang mit den klimatischen Veränderungen lässt sich auch bei der Schmelze des arktischen Meereises und der Gletscher, zum Beispiel im Himalaja, ausmachen.

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