Zum Hauptinhalt springen

«Delfine können gegenüber Menschen rabiat werden»

Angela Ziltener erforscht die Indopazifischen Grossen Tümmler im Roten Meer mit unzähligen Tauchgängen. Die Meeressäuger drängen Weibchen zur Paarung und heilen sich selbst.

Die Delfine im Roten Meer haben ein hochentwickeltes Gruppenleben, und jedes Tier hat eine eigene Persönlichkeit. Foto: Natalia Pryanishnikova (Alamy)
Die Delfine im Roten Meer haben ein hochentwickeltes Gruppenleben, und jedes Tier hat eine eigene Persönlichkeit. Foto: Natalia Pryanishnikova (Alamy)

Was für ein Arbeitsplatz: Sonne, Strand, glasklares Wasser, Korallenriffe – und Delfine. Angela Ziltener forscht seit fast neun Jahren in Ägypten an Orten, wo ­andere ihre Ferien verbringen: erst in Hurghada und seit Ende 2015 in El Gouna am Roten Meer.

Ihre Forschungsobjekte, die Indopazifischen Grossen Tümmler, leben nahe der Küste. Über 200 Individuen kann Ziltener auseinanderhalten. Eine Datei mit Steckbriefen hilft ihr dabei. Jeder der Meeressäuger ist dort mit Unterwasserfotos oder Bildern von der Rückenfinne gespeichert. Und sie hat den Tieren Namen gegeben. «Jeder Delfin hat eine eigene Persönlichkeit, wie wir Menschen», hat die Biologin beobachtet. Da ist beispielsweise Laura, ein Weibchen, das gerne im Mittelpunkt steht und offen gegenüber Menschen ist. Laura stellt sich oft senkrecht auf, wenn sie Ziltener wahrnimmt, und pfeift wie zur Begrüssung. «Und dann gibt es Bullen, die uns Menschen keinen Blick zuwerfen», fügt die 37-Jährige an. Die zwei Männchen Alp und Galp beispielsweise flüchten ­immer.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.