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Verwandlungskünstler Schnee fordert den Lawinendienst

Das Davoser Institut für Lawinenforschung entwickelt Instrumente und Computermodelle für die Lawinenprognosen. Doch der verlässlichste Partner ist immer noch der Mensch.

Zwei Lawinen donnern am Flüelapass bei Davos talwärts: Eine Wärmekamera zeigt, dass sich der trockene Schnee unter anderem durch die Reibung um etwa 0,5 Grad pro 100 Höhenmeter erwärmt.

Beim Aufstieg ging alles gut. Doch die Abfahrt wurde zur Tragödie. Fünf Skitourenfahrer starben am vergangenen Samstag an der Ostflanke des Piz Vilan im Prättigau in einer Lawine.

Der Lawinenwarndienst des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinen­forschung (SLF) in Davos hatte an diesem Tag gewarnt: Gefahrenstufe «erheblich, Stufe 3». Im Lawinenbulletin hiess es unter anderem: «Neu- und Triebschnee sind störungsanfällig. Triebschnee­ansammlungen können teilweise von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Schneesport abseits gesicherter Pisten erfordert Erfahrung in der Beur­teilung der Lawinengefahr und eine richtige Routenwahl.» Haben die Skitourenfahrer die Gefahr unterschätzt? Oder schätzten die Lawinenwarner die Lage falsch ein?

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