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Vor Chiles Küste verenden 330 Wale

Das Walsterben 2000 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago ist verheerender als bislang angenommen.

Ursache des Walsterbens ist unklar: Toter Sei-Wal. (21. April 2015)
Ursache des Walsterbens ist unklar: Toter Sei-Wal. (21. April 2015)
Vreni Häussermann, Keystone
337 tote Wale wurden gezählt, dabei gibt es noch Gebiete, die nicht durchsucht wurden. (21. April 2015)
337 tote Wale wurden gezählt, dabei gibt es noch Gebiete, die nicht durchsucht wurden. (21. April 2015)
Vreni Häussermann, Keystone
Bei den toten Tieren wurden keine Wunden entdeckt. (21. April 2015)
Bei den toten Tieren wurden keine Wunden entdeckt. (21. April 2015)
Vreni Häussermann, AFP
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Im Süden Chiles sind mehr als 330 Wale gestrandet – eine der grössten Strandungen dieser Art, die jemals registriert wurden. «Es erschien uns wie ein apokalyptisches Bild. Noch nie hatte ich so etwas gesehen», berichtete die Direktorin des Wissenschaftszentrums Huinay, Vreni Häussermann, der Nachrichtenagentur AFP. Sie hatte an der Expedition teilgenommen, die die toten Wale zählte.

Mehr als 20 Sei-Wale mit einer Länge von etwa zehn Metern waren im vergangenen April als tot gemeldet worden, nachdem sie im Norden des Golfs von Penas in Patagonien fast 2000 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago gestrandet waren. Wissenschaftler, darunter Häussermann, überflogen dann im Juni das schwer zugängliche Gebiet.

Wale starben «bei demselben Ereignis»

Die Auswertung ihrer Zählung zusammen mit Fotos und Satellitenaufnahmen ergab nun, dass die tatsächliche Zahl der toten Wale weit höher liegt. «Wir konnten 337 tote Wale zählen», sagte Häussermann. Es gebe aber immer noch viele Gebiete, in die die Wissenschaftler nicht vorgedrungen seien, so dass wahrscheinlich noch mehr Wale tot seien.

Zur Ursache des Walsterbens wollte Häussermann keine genauen Angaben machen. Dies soll demnächst in dem wissenschaftlichen Fachblatt «National Geographic» enthüllt werden. Wunden wurden bei den Tieren nicht entdeckt, die chilenischen Behörden schlossen auch eine Einwirkung des Menschen aus. Häussermann sagte lediglich, dass erste Analysen ergeben hätten, dass alle Wale «bei demselben Ereignis» gestorben seien.

AFP/chk

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