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Wie vierzig Hiroshima-Bomben

Neue Studien zeigen detailliert die Zerstörungskraft des Meteoriten, der im Februar über Tschelyabinsk explodierte. Manche der Forscher warnen vor weiteren Gefahren aus dem All.

Es geschah am frühen Morgen, am 15. Feb­ruar dieses Jahres. Ein extrem greller Blitz schreckte die Menschen in Tscheljabinsk, einer Stadt am Ural, auf. Es folgte ein lang gezogener Feuerball, als ob ein Komet auf die Erde stürzte. Es waren Fragmente eines Asteroiden, die unerwartet über dicht besiedeltem Gebiet explodierten. Eine enorme Druckwelle erreichte die Region, nachdem das Objekt aus dem All auf einer Höhe zwischen 24 bis 30 Kilometer auseinanderbrach. Es war ein Bolide, so nennen Astrophysiker extrem helle Objekte beim Eintritt in die Erdatmosphäre. Die Schockwelle war noch 120  Kilometer vom Feuerball entfernt spürbar. In Tscheljabinsk wurden über 3600 Häuser erschüttert, Tausende Fenstergläser zerbrachen, das Dach einer Fabrik stürzte zusammen, schreibt ein internationales Forscherteam im eben erschienenen Fachmagazin «Science», das in 50 Dörfern eine Bestandesaufnahme machte. Hunderte Menschen seien dabei gemäss einer Internetumfrage verletzt worden oder fühlten eine ungewöhnliche Wärme im Körper, zwei Dutzend klagten über einen Sonnenbrand. Der Feuerball sei 30-mal heller als die Sonne zu diesem Zeitpunkt gewesen, erklären Wissenschaftler aktuell in der Fachzeitschrift «Nature».

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