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«Von einer CO2-Abgabe würden zwei Drittel der Bürger profitieren»

Nach dem Brennstoff könnte in naher Zukunft auch der Treibstoff durch eine Klimaabgabe verteuert werden: Tankstelle im bündnerischen Castasegna. Foto: Christian Beutler (Keystone)

Die FDP justiert derzeit ihre Klimapolitik, im Parlament wird eine Lenkungsabgabe auf Treibstoffe ernsthaft zum Thema. Ist dieses Instrument erforderlich, um unsereKlimaziele zu erreichen?

Sind denn Lenkungsabgaben populär?

Das heisst, es gewinnen vor allem die unterenEinkommensschichten?

Eine Lenkungsabgabe ist also sozial gerecht?

Aber wie ist es mit der reichen Bevölkerungsschicht, die in der Regel am meisten CO2emittiert? Sie reagiert doch nicht auf Preisaufschläge.

Das gesparte Geld muss dann aber auch nachhaltig eingesetzt werden.

Sie plädieren für einevollkommene Rückerstattung. Bei der Brennstoffabgabe ist das aber nicht der Fall.

«Mit einer Lenkungsabgabe wird Geld von oben nach unten verteilt.»

Wäre eine zweckmässige Steuer nicht effektiver als eineLenkungsabgabe?

Rufe nach einer Steuer gab es schon an der Umweltkonferenz in Rio 1992.

Wird die Wirkung derLenkungsabgabe nichtüberschätzt? Mit Energie ­sparen beim Heizen oder ­Autofahren ist es ja nicht getan.

Und die Industrie?

Im Gegensatz zu denEmissionsgutschriften, dieman auf dem europäischenEmissionsmarkt kaufen kann?

Wie hoch muss eine ­Lenkungsabgabe für Treibstoff sein, damit sie wirkt?