CERN muss auf Millionen verzichten

Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN muss 343 Millionen Franken sparen. Mitarbeiter haben Angst, dass eines ihrer Prestigeprojekte zu kurz kommt.

Kein Lichtblick: CERN verliert Forschungsgelder.

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Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN muss den Gürtel enger schnallen: Die Führung der Organisation hat den Finanzplan für die Jahre 2011 bis 2015 am Freitag gutgeheissen. Dieser sieht Einsparungen im Forschungsbereich von 343 Millionen Franken innerhalb von fünf Jahren vor.

In diesem Zeitraum reduzieren sich die Beiträge der CERN-Mitgliedstaaten um insgesamt 135 Millionen Franken. Bei einem Budget von jährlich rund einer Milliarde Franken entsprächen die Sparmassnahmen somit rund fünf Prozent, sagte CERN-Mediensprecher James Gilles.

Prestige-Projekt geht weiter

Trotz der Einsparungen könnten die prestigeträchtigen Programme wie etwa der Teilchenbeschleuniger LHC weitergeführt werden. Die Sparmassnahmen würden andere Programme betreffen und relativ langsam realisiert werden, sagte Gilles.

Die CERN-Mitarbeitervereinigung ihrerseits ist beunruhigt über die Budgetkürzungen. «Wir arbeiten bereits an einem LHC-Nachfolger», sagte Michel Goossens von der Vereinigung. Nun habe man Angst, dass einem die Zeit davonlaufe. (miw/sda)

Erstellt: 17.09.2010, 23:44 Uhr

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