Cern wird künftig von einer Frau geleitet

Das Teilchenforschungsinstitut bei Genf wählte die italienische Physikerin Fabiola Gianotti zur Nachfolgerin des Cern-Vorsitzenden Rolf Heuer.

«Grosse Ehre und Auszeichnung»: Die italienische Physikerin Fabiola Gianotti. (Archivbild)

«Grosse Ehre und Auszeichnung»: Die italienische Physikerin Fabiola Gianotti. (Archivbild) Bild: Keystone

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Das Teilchenforschungsinstitut Cern in Genf soll künftig erstmals von einer Frau geleitet werden. Der Cern-Rat beschloss am Dienstag, dass die italienische Physikerin Fabiola Gianotti die Nachfolge des Vorsitzenden Rolf Heuer übernehmen soll. Demnach soll sie das europäische Kernforschungszentrum ab Januar leiten. Die Nominierung sei eine «grosse Ehre und Auszeichnung», freute sich die Teilchenphysikerin. Sie werde sich dafür einsetzen, dass das Cern seine wichtige wissenschaftliche Rolle behalte.

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano beglückwünschte Gianotti und wertete die Entscheidung des Cern-Rats auch als Würdigung der italienischen wissenschaftlichen Talente. Parlamentspräsidentin Laura Boldrini erklärte, sie sei stolz, dass das Forschungszentrum bei Genf «zum ersten Mal von einer Frau» geführt werde. Gianotti arbeitet seit 1987 am Cern. (chk/AFP)

Erstellt: 05.11.2014, 05:50 Uhr

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