Das Flugzeug der Zukunft

Merkwürdiges Heck, ungewöhnliche Flügel, eigentümliche Triebwerke: Airbus hat auf der Flugmesse in Farnborough gezeigt, wie sich seine Ingenieure die Jets von 2050 vorstellen.

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Fachleute von Airbus für Flugzeugwerkstoffe, Aerodynamik, Kabinen und Triebwerke sind für die Konzeptstudie zusammengesessen. Sie haben ein Flugzeug für das Jahr 2050 entwickelt, das der Luftfahrttechnikkonzern selbst als «Ingenieursfantasie» bezeichnet. Einzige Bedingung ist, dass die technologische Entwicklung in den bisherigen Bahnen weiterläuft. Nun wurde das Resultat in Farnborough vorgestellt.

Das Flugzeug der Zukunft hat gemäss dieser Konzeptstudie sehr lange, dünne Tragflächen. Das soll besseres Gleiten ermöglichen und dazu beitragen, den Treibstoffverbrauch wesentlich zu senken. Dadurch dass die Motoren am hinteren Ende der Maschine liegen, soll der Lärm innerhalb der Maschine reduziert werden. Die Einbettung der Motoren am hinteren Ende des Flugzeugs soll zudem den Treibstoffverbrauch weiter senken. Der Clou: Eine solche Einbettung wird erst dadurch möglich, dass Flugzeugmotoren zuverlässiger sind und weniger Wartung benötigen.

«Intelligente» Werkstoffe

Ein weiterer Faktor, durch den das Flugzeug energieeffizienter sein soll, ist das U-förmige Leitwerk, das aus sogenannten «intelligenten» Materialien hergestellt werden soll. Solche Werkstoffe sollen bei einem minimalen Gewicht für eine maximale Stabilität sorgen. Die geschwungenen Heckflossen schliesslich – ebenfalls dadurch möglich, dass die Motoren am Heck platziert sind – sollen auch dazu dienen, den Fluglärm insgesamt zu reduzieren.

Im Innern des Fliegers stellt sich Airbus Sitze aus ökologischen Materialien vor, die sich selbst reinigen und sich an den Körper anpassen. Flugzeugwände sollen auf Knopfdruck durchsichtig werden und einem sogar einen Blick nach unten ermöglichen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.07.2010, 15:06 Uhr

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