Solar Impulse droht Überwinterung in Japan

Der steckengebliebene Bertrand Piccard setzt der Pazifik-Querung eine Frist.

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Der 5. August ist für Solar Impulse 2 ein Schicksalstag. Nach diesem Stichtag ist kein Pazifik- oder Atlantiküberflug mehr möglich. Möglicherweise muss das sonnenangetriebene Flugzeug dann dort überwintern, wo es sich gerade befindet.

Solar Impulse-Initiator Bertrand Piccard kündigte die Frist am Donnerstag in Interviews mit den Zeitungen «24 Heures» und «La Tribune de Genève» an. «Vor dem 5. August müssen wir den Pazifik oder den Atlantik überquert haben.» Danach seien die Tage zu kurz, um eine Ozeanüberquerung zu wagen. Das Flugzeug wartet derzeit in Japan auf günstiges Wetter für den Pazifiküberflug.

(Video: Youtube/Solar Impulse)

Nach der Frist muss Solar Impulse 2 entweder in Japan bleiben oder, wenn es für den Pazifiküberflug reicht, in den USA. Es ist laut Piccard denkbar, dass die Blockade bis zu einem Jahr dauert.

Ein solches Szenario stellt neue Herausforderungen an das Team: «Wenn wir ein Jahr in Japan bleiben, brauchen wir einen fixen Hangar», sagte Piccard. Weniger schlimm wäre es, in den USA zu überwintern. Dort stehe in New York ein Hangar zur Verfügung.

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Sponsoren bleiben treu

Die Sponsoren seien bereits informiert worden, dass das Projekt ein Jahr länger dauern könnte, sagte der Abenteurer weiter. Alle hätten geantwortet, sie würden das Projekt nicht fallen lassen.

Prinz Albert II. von Monaco habe bereits zugesichert, dass das Kontrollzentrum auch bei einer Verzögerung in Monaco bleiben könne. Es müssten noch Lösungen gefunden werden, wie die 150 Angestellten längerfristig bezahlt werden können, sagte Piccard weiter.

«Sehr schwieriger» Moment

Es handle sich um einen «sehr schwierigen» Moment im Abenteuer, sagte Piccard weiter. Kritiker könnten einwenden, die Situation zeige die Grenzen der erneuerbaren Energien. «Die Wahrheit ist aber, dass wir mit Sonnenenergie weiter gekommen sind als jemals jemand zuvor.»

Solar Impulse 2 visiert derzeit Hawaii an. Danach soll es weiter nach Phoenix und New York gehen, bevor die Atlantiküberquerung ansteht. Ein Versuch für eine Pazifiküberquerung von Nagoya aus war für Mittwoch geplant, musste aber kurzfristig wegen schlechten Wetteraussichten abgesagt werden. (chk/sda)

Erstellt: 25.06.2015, 05:44 Uhr

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