Sind 70 Tonnen Kerosin über unseren Köpfen kein Problem?

Ein französischer Jumbo sorgte am Ostersonntag für eine heftige Diskussion in unserem Leserforum. Wie schädlich ist ein «Fuel Dump»? Und war er wirklich nötig? Die Antworten im Q&A.

Aus den Radardaten geht hervor, dass die Corsair-Maschine den 3700 Meter hohen Mont Vélan in 6700 Metern Flughöhe überflogen hatte, der Mindestabstand zum Boden wurde dort mit 3000 Metern eingehalten. Ganz in der Nähe befindet sich der 4300 Meter hohe Grand Combin. Auch nicht weit weg sind Matterhorn (ca. 35 km) und Dufourspitze (ca. 40 km).

Aus den Radardaten geht hervor, dass die Corsair-Maschine den 3700 Meter hohen Mont Vélan in 6700 Metern Flughöhe überflogen hatte, der Mindestabstand zum Boden wurde dort mit 3000 Metern eingehalten. Ganz in der Nähe befindet sich der 4300 Meter hohe Grand Combin. Auch nicht weit weg sind Matterhorn (ca. 35 km) und Dufourspitze (ca. 40 km).

Der aus Paris kommende Jumbo der französischen Airline Corsair flog über die westlichen Schweizer Alpen, als er sich am Ostersonntag seines Treibstoffs entledigte. Nur rund 30 Kilometer an Dufourspitze und Matterhorn vorbei und mitten über den Mont Vélan. Ein Druckabfall in der Kabine zwang den Piloten zur Umkehr, die Maschine wurde sicher wieder in Paris gelandet. Danach schrieben rund 200 Leser einen Kommentar und debattierten, was da genau passiert ist und ob das wirklich so problemlos ist.

Eine Auswertung des Flugverlaufs durch Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat ergeben, dass die vom Bundesamt für Luftfahrt (Bazl) geforderte Mindesthöhe zwar immer eingehalten wurde – doch den Berggipfeln könnte die Kerosinwolke durchaus nahe gekommen sein.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.03.2016, 09:27 Uhr

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