Zum Hauptinhalt springen

Bioplastik ist gar nicht so grün

Kunststoff aus Pflanzen gilt als klimafreundlich – doch das trügt. Beim Plastik-Recycling gibt es in der Schweiz Nachholbedarf.

Am Ende der Nutzung wird Plastik meist verbrannt – so würde auch Bioplastik die Umweltbilanz nicht verbessern. Foto: Doris Fanconi
Am Ende der Nutzung wird Plastik meist verbrannt – so würde auch Bioplastik die Umweltbilanz nicht verbessern. Foto: Doris Fanconi

Vom Joghurtbecher über Kompostsäcke bis zur Znünibox: Bioplastik gilt als nachhaltige Alternative zu erdölbasiertem Kunststoff und steckt mittlerweile in vielen Produkten. Wer umweltschonend und klimafreundlich einkaufen möchte, so die Botschaft, kann hier mit bestem Gewissen zugreifen.

Eine Analyse von Forschern der Universität Bonn legt nun aber nahe, dass sich eine Umstellung auf biobasierte Kunststoffe weniger positiv aufs Klima auswirken dürfte als gedacht – zumindest, wenn diese wie heute üblich aus Nahrungspflanzen wie Zuckerrohr oder Mais hergestellt werden. Wie die Forscher in den «Environmental Research Letters» schreiben, dürfte eine steigende Nutzung von Bioplastik beim momentanen Stand der Technik den weltweiten Ausstoss von Treibhausgasen vorübergehend sogar erhöhen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.