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Chinesische Pestizide landen auf europäischen Tellern

In Pastasauce oder Apfelsaft verbergen sich Zutaten aus China. Die Konsumenten erfahren davon nichts.

In China werden Chemikalien sehr unbeschwert eingesetzt: Landarbeiterin in der Provinz Yunnan. Foto: Stringer Shanghai, Reuters
In China werden Chemikalien sehr unbeschwert eingesetzt: Landarbeiterin in der Provinz Yunnan. Foto: Stringer Shanghai, Reuters

Gross und prall leuchtet der Apfel. Bäuerin Qin Baohua reckt ihn in die Höhe wie eine Olympiamedaille. Sie hat nachgeholfen, mit chemischen Substanzen. Das ist bei Olympia ein Grund zum Ausschluss, in der Lebensmittelbranche aber gängige Praxis. «Ohne künstlichen Dünger und Pestizide würde der nicht so aussehen», sagt die Bäuerin stolz. Über ihren Nachbarn kann sie nur schmunzeln. Der liefert dem Zwischenhändler viel kleinere, blassere Exemplare, weil er weniger Chemie einsetzt. Frau Qin behauptet, er sei zu geizig. Wer aber bei den Pestiziden knausert, verdient letztlich weniger. Grosse und saftige Äpfel verkaufen sich eben am besten. So einfach ist das. Frau Qin spart jedenfalls nicht am falschen Ende.

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