Zum Hauptinhalt springen

Curiosity findet organische Teilchen

Der Marsroboter der Nasa hat Kohlenstoffverbindungen gefunden. Sofern er diese nicht selber eingeschleppt hat, könnte das heissen, dass auf dem Mars Leben zumindest möglich wäre.

Eine Illustration der Nasa zeigt, wo auf dem Mars einst ein See gelegen haben könnte. (9. Dezember 2013)
Eine Illustration der Nasa zeigt, wo auf dem Mars einst ein See gelegen haben könnte. (9. Dezember 2013)
AFP
Faszinierendes Farbenspiel: Das Bild zeigt verschiedenfarbige Sedimente in der Marsregion Noctis Labyrinthus. (26. September 2013)
Faszinierendes Farbenspiel: Das Bild zeigt verschiedenfarbige Sedimente in der Marsregion Noctis Labyrinthus. (26. September 2013)
Keystone
....auf der Planetenoberfläche ab: Es war die wohl komplizierteste Landung aller Zeiten.
....auf der Planetenoberfläche ab: Es war die wohl komplizierteste Landung aller Zeiten.
Nasa, Keystone
1 / 29

Seit vier Monaten sucht der Rover «Curiosity» auf dem Mars nach Spuren von Leben. Jetzt hat der Forschungsroboter etwas entdeckt, was eine wichtige Spur sein könnte: organische Moleküle. Aber deren Herkunft ist noch völlig unklar.

Es sei unklar, ob diese Moleküle vom Mars selbst stammten, oder ob sie beispielsweise vom Forschungsroboter mit auf den Roten Planeten gebracht worden seien, sagte John Grotzinger, Manager bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa, vor den Medien in San Francisco.

Fünf Proben genommen

Mit zahlreichen Tests solle nun versucht werden, das herauszufinden. «Das kann allerdings noch eine ganze Weile dauern.» Entdeckt wurden die Moleküle mit einem Messgerät namens Sam, das Bodenproben erhitzt und analysiert. Die Proben stammen von einer Stelle namens Rocknest im Gale-Krater, wo Curiosity im August gelandet war.

Fünf solcher Proben, die aus feinerem und grobkörnigerem Sand sowie Staub bestehen, hatte der Rover mit seinem Roboterarm aufgesammelt. Das Team habe versucht «ganz normalen Mars-Boden» zu untersuchen, sagte Grotzinger.

Geduld gefragt

Bei der Analyse mit «Sam» wurden neben Sauerstoff und Chlorgas unter anderem simple Kohlenstoff-Verbindungen entdeckt. «Das ist ein beispielloser Einblick in die chemische Vielfalt der Gegend», sagte Nasa-Wissenschafter Michael Meyer.

Kohlenstoff-Verbindungen sind die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens. Würde sich also herausstellen, dass die Moleküle wirklich vom Mars stammten, könnte das heissen, dass es einmal Leben auf dem Mars gegeben hat oder dass Leben auf dem Mars möglich wäre – eine bedeutende wissenschaftliche Entdeckung.

Die Nasa warnte allerdings eindringlich vor vorschnellen Schlüssen und übertriebenen Erwartungen. «Curiositys zweiter Name ist Geduld», sagte Nasa-Manager Grotzinger. «Davon brauchen wir jetzt eine ganz schön hohe Dosis.»

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch