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Der A380 mit Propellern

Forscher kreuzten den A380 mit einem Turboprop-Flieger, um Kurz- und Mittelstrecken wieder profitabler zu machen. Die Studie hat einen Haken.

Existiert vorerst nur auf Papier: Kreuzung zwischen A380 und Regionalflugzeug mit Propellern.
Existiert vorerst nur auf Papier: Kreuzung zwischen A380 und Regionalflugzeug mit Propellern.
TU München
Existiert vorerst nur auf Papier: Kreuzung zwischen A380 und Regionalflugzeug mit Propellern.
Existiert vorerst nur auf Papier: Kreuzung zwischen A380 und Regionalflugzeug mit Propellern.
TU München
Russland ist der einzige Zulieferer für die Turboprop-Triebwerke, da es nirgendwo andere mit der erforderlichen Leistung zu kaufen gibt.
Russland ist der einzige Zulieferer für die Turboprop-Triebwerke, da es nirgendwo andere mit der erforderlichen Leistung zu kaufen gibt.
TU München
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Kurz- und Mittelstreckenflüge auf einer Entfernung von unter 3000 Kilometern machen den Hauptanteil aller Flugreisen weltweit aus. Und trotzdem haben viele Fluggesellschaften Probleme, genau da Gewinne zu machen. Drei Forscher der Technischen Universität München haben sich daher zur Aufgabe gemacht, ein Flugzeug zu entwerfen, das den steigenden Passagierzahlen und den ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen auf diesen Routen gerecht wird.

Mehr Passagiere in einen Flieger zu bekommen – das war die Devise. Mindestens 300 Reisende sollten in die Kabine passen. So könne man die stark nachgefragten Strecken besser bedienen und zwei A320 oder zwei Boeing 737 durch einen einzigen Flieger ersetzen. Michael Iwanizki, Niclas Randt und Sky Sartorius nahmen sich den A380 als Vorbild und entwarfen einen neuen Doppelstöcker. Doch damit dieser für die kürzeren Distanzen geeignet ist, entschieden sie sich für einen anderen Antrieb: Propeller statt Strahltriebwerk.

Kürzere Pisten für den Propeller-A380

Die Möglichkeit, auf kürzeren Pisten zu starten oder zu landen, sowie der geringere Treibstoffverbrauch führten die Forscher zu der Entscheidung. Sie rechneten dann aus, dass sie mindestens 10'000 Kilowatt für einen Start benötigen würden – eine Leistung, die nur russische Propellerantriebe erbringen, etwa die der Tupolew Tu-95 oder der Antonow An-70. Deren Propeller suchten sie daher auch aus.

Die Spannweite des Fliegers, der noch keinen Namen hat, beträgt 51,65 Meter. So kann er auch auf kleineren Flughäfen landen. Die Länge des Rumpfes beträgt 47 Meter. Insgesamt 420 Menschen haben Platz auf den zwei Stockwerken, hinzu kommt ein Laderaum für fünf Tonnen Fracht. Ein Kritikpunkt am Entwurf: Die Lärmemissionen. Das sei ihnen bewusst, so die Forscher. Für dieses Problem müsse man noch eine Lösung finden.

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aerotelegraph.com/lf

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