Zum Hauptinhalt springen

Die Evolution der Gotthard-Loks

Von Elefant über Krokodil zu Bussard: Während 134 Jahren waren am Gotthard die stärksten Lokomotiven gefragt. Im Basistunnel sind andere Eigenschaften wichtig.

«Die stärkste Lok der Welt» war eine Attraktion der Landesausstellung von 1939 – die Schweiz war stolz darauf. Die stromlinienverkleidete Doppellok mit 14 Achsen leistete gut 11 000 PS. Da es bei wenigen Prototypen blieb, erreichte sie nie die Popularität des unverkennbaren Krokodils oder der Ae 6/6 mit ihren bunten Wappen und den Chromzierleisten. An Gotthard-Lokomotiven wurden immer besondere Anforderungen gestellt. Vor schweren Güterzügen war oft auch mehrere Antriebswagen im Einsatz.

Mit dem Gotthard-Basistunnel (GBT) wird die Strecke von der Berg- zur Flachbahn. Eine einzelne Lokomotive genügt nun, die Züge können zudem länger sein. Es ist trotzdem keine Strecke wie jede andere. Durch den Tunnel rollen dürfen nur Züge, deren Lokomotiven und Wagen tunneltauglich sind. In den SBB-Werkstätten läuft ein umfangreiches Programm zur sogenannten Ertüchtigung des Rollmaterials für den Basistunnel. Nachgerüstet werden 18 Intercity-Neigezüge, 13 Lokomotiven und 119 Wagen für den Personenverkehr sowie fast 200 Lokomotiven von SBB Cargo. Die internationalen Neigezüge vom Typ ETR 610 erfüllen die Vorschriften bereits, die künftigen Gotthardzüge von Stadler, Giruno genannt, werden für den Tunnel massgeschneidert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.