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Die letzte Landung einer Legende

Nach fast 27 Jahren Einsatz ist der Spaceshuttle «Discovery» von seiner letzten Mission im All zur Erde zurückgekehrt. Der Orbiter setzte planmässig auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf.

Alles ist bereit: Ein Feuerwehrauto erwartet die Discovery in Cape Canaveral.
Alles ist bereit: Ein Feuerwehrauto erwartet die Discovery in Cape Canaveral.
Keystone
Ab ins Museum: Die Discovery hat ihre Schuldigkeit getan.
Ab ins Museum: Die Discovery hat ihre Schuldigkeit getan.
Keystone
Sicher gelandet: Der Spaceshuttle setzt auf der Piste auf.
Sicher gelandet: Der Spaceshuttle setzt auf der Piste auf.
Keystone
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Es war eine Bilderbuchlandung unter blauem Himmel. Die Landung und auch das Aufspannen des Landebremsschirms verliefen ohne Probleme. «Ein grossartiger Job, eine grossartige Landung», lobte die Bodenkontrolle der Nasa nach dem Manöver.

«Das ist das Ende einer historischen Reise», sagte ein Sprecher der Weltraumbehörde Nasa. «Wir sagen Lebewohl, «Discovery»». Der Orbiter wird nun zum Museumsstück, im Sommer soll dann für das gesamte Shuttle-Programm der Nasa endgültig Schluss sein.

Vermehrt technische Probleme

Vor ihrer 39. und letzten Mission hatte die Raumfähre der Nasa mächtig Kopfschmerzen bereitet. Immer wieder wurde der Start wegen technischer Probleme verschoben. Am längsten hatten die Ingenieure mit langen Rissen am Aussentank zu kämpfen. Auch andere Shuttles hatten sich in jüngster Vergangenheit anfällig gezeigt.

Schliesslich startete die «Discovery mit vier Monaten Verspätung zum letzten Mal ins All. Auf der 13-tägigen Mission führten die Astronauten Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS durch. Zuletzt halfen sie, einen ausgefallenen Sauerstoffgenerator im russischen Teil der Station zu reparieren.

5600 Mal die Welt umrundet

Die Raumfähre «Discovery» flog erstmals 1984 ins All und absolvierte insgesamt 39 Missionen. 5600 Mal umrundete die «Discovery» die Erde. Die nächsten Flüge zur ISS sollen nun die Raumfähren «Endeavour» und die «Atlantis» erledigen, bevor auch diese US-Shuttles ausser Dienst gestellt werden sollen.

Danach werden US-Astronauten auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein. Die US-Regierung hatte eine eigene Neuentwicklung aus finanziellen Gründen ausgesetzt. Der Abschied von der «Discovery» ist zugleich der Vorbote vom Endes des gesamten Shuttle-Programms: Nach den Flügen der Raumfähren «Endeavour» und «Atlantis» sollen im Juli die legendären Orbiter dann ein für alle Mal eingemottet werden.

Auf dem letzten Flug der Raumfähre wurde aber noch einmal Raumfahrt-Geschichte geschrieben. Erstmals hatte ein Shuttle einen humanoiden Roboter mit ins All genommen. Der 150 Kilo schwere «Robonaut 2» (R2) soll bei Experimenten auf der ISS zeigen, wie er in der Schwerelosigkeit funktioniert.

Raumfähre wird Museumsstück

Die «Discovery» soll nun in einigen Monaten als Museumsstück im Smithsonian Institute in der US-Hauptstadt Washington ausgestellt werden.

Zuvor will die Nasa die Raumfähre noch gründlich auseinandernehmen und dabei Bauteile begutachten, die Ingenieure seit der Konstruktion der Raumfähre vor mehr als 30 Jahren niemals zu Gesicht bekommen haben.

Die «Autopsie» solle Erkenntnisse für den Bau künftiger Raumschiffe liefern, sagte NASA-Manager John Shannon. «Auch nach der Landung der «Discovery» werden wir nicht damit fertig sein, etwas über den Weltraum zu lernen.»

SDA/pbe

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