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Die Maschine, die radioaktiven Abfall sichert

Sie ist zwölf Meter lang, hat fünf Arme und ist ihrer Zeit voraus - die Verfüllungsmaschine: In einem Grossexperiment im Massstab 1:1 simuliert die Nagra Verhältnisse in einem Tiefenlager.

So könnten die Stollen des Tiefenlagers mit dem Füllstoff Bentonit gesichert werden: Prototyp einer Verfüllungsmaschine.
So könnten die Stollen des Tiefenlagers mit dem Füllstoff Bentonit gesichert werden: Prototyp einer Verfüllungsmaschine.
TA-Grafik/ Quelle: Nagra

Diese Maschine ist der Zeit weit voraus. Gefragt ist sie erst in gut 50 Jahren. Wenn im Opalinuston der Nordschweiz das Tiefenlager für radioaktive Abfälle gebaut wird. Die Fachleute sprechen von Verfüllmaschine. Sie ist ein Ungetüm mit fünf langen Armen und hat eine Schlüssel­aufgabe, um das Entsorgungskonzept der Nagra dereinst zu realisieren: Sie soll die Stollen im Tiefenlager, im dem die Behälter mit hochaktiven Abfällen und verbrauchten Brennelementen gelagert werden, mit dem Tongranulat Bentonit füllen und dicht abschliessen. Die Nagra möchte den Nachweis dafür noch in diesem Jahr erbringen – im Felslabor Mont Terri nahe Dels­berg, das von der Swisstopo geleitet wird. Dort führt sie zusammen mit internationalen Partnern ein Grossexperiment im Massstab 1:1 zum Bau, den Einlagerungsprozessen und zum Betrieb eines Lagerstollens für hochaktive Abfälle durch. Im Herbst wird die Einlagerung getestet. Dabei kommt ein Prototyp der Verfüllmaschine zum Einsatz, den die Schweizer Firma Rowa für die Nagra während Jahren entwickelt hat. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Logistiksysteme im Untertagebau.

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