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Die schleichende Quecksilbervergiftung

In Goldminen und Kohlekraftwerken werden jedes Jahr Tausende Tonnen des Schwermetalls freigesetzt. Ein UNO-Abkommen, das derzeit in Genf verhandelt wird, soll dies verhindern.

TA-Grafik san, Quelle: UNEP
TA-Grafik san, Quelle: UNEP
Gefahr seit 50 Jahren: Diese Bucht von Minimata in Japan ist seit Jahren von Quecksilber vergiftet. (7. Juni 2007)
Gefahr seit 50 Jahren: Diese Bucht von Minimata in Japan ist seit Jahren von Quecksilber vergiftet. (7. Juni 2007)
David Guttenfelder
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Der internationale Quecksilbervertrag ist noch nicht reif zur Unterzeichnung – doch der Name des Abkommens scheint sicher zu sein: Minamata. So heisst die japanische Stadt auf der Insel Kyushu, deren Geschichte ins traurige Kapitel globaler Umweltkatastrophen gehört. Eine Kunststofffabrik der Firma Chisso entsorgte seit den 30er-Jahren Chemieabfälle in einer Meeresbucht nahe der Stadt. Jahrzehntelang ernährten sich die Einwohner von Fischen und Muscheln, die durch Quecksilber vergiftet waren. Erste Symptome zeigten sich in den 50er-Jahren. Tausende klagten über Schmerzen, litten unter Lähmungen und Psychosen. Etwa 3000 Menschen starben an einer Vergiftung.

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