Easyjet will ein Hybrid-Flugzeug testen

Der britische Billigflieger Easyjet will umweltfreundlicher werden und künftig mit Ökostrom über die Landebahn rollen. Zum Einsatz soll eine Wasserstoff-Brennstoffzelle kommen.

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Die Flugzeuge von Easyjet legen jährlich mehr als sechs Millionen Kilometer am Boden zurück. Beim Rollen über die Landebahnen fallen rund vier Prozent des gesamten Kerosinverbrauchs der Flotte an. Das soll sich jetzt ändern.

Der britische Billigflieger will seine Maschinen umrüsten und damit pro Jahr 50'000 Tonnen Treibstoff einsparen. Doch wie soll das gehen?

Die Ingenieure von Easyjet haben eine Idee, die sie noch in diesem Jahr als Prototyp testen wollen: ein Zero Emission Hydrogen Fuel System, das um eine Wasserstoff-Brennstoffzelle herum aufgebaut sein würde, wie «spiegel.de» berichtet. Die Brennstoffzelle soll aus Wasserstoff und Sauerstoff Energie produzieren, die zunächst in Batterien gespeichert wird. Über ein Energierückgewinnungssystem würde beim Bremsen auf der Landebahn ebenfalls elektrische Energie gespeichert.

Von Studenten inspiriert

Mit der gewonnenen Energie könnten unter anderem Elektromotoren in den Rädern angetrieben werden – das würde die Maschine ausserdem manövrierfähiger machen. Als Abfall aus der Brennstoffzelle würde lediglich klares Wasser anfallen, wie das Unternehmen mitteilt. Dieses könnte an Bord zum Händewaschen oder für die Toilettenspülung verwendet werden.

«Das Konzept ist sowohl eine Zukunftvision als auch eine Herausforderung an unsere Partner und Zulieferer, neue Möglichkeiten der CO2-Reduzierung zu finden», sagt Easyjets Chefingenieur Ian Davies zu CNN. Es sei aber noch ein weiter Weg, bis die gesamte Flotte mit Brennstoffzellen umgerüstet sei. «Wir werden das Konzept drei bis fünf Jahre entwickeln und hoffen, dass wir dann die grossen Flugzeugbauer überreden können, es in den folgenden 5 bis 15 Jahren umzusetzen.»

Easyjet liess sich von Studenten der Cranfield University in Bedforshire inspirieren. Diese hatten für einen Wettbewerb des Unternehmens Visionen entwickelt, wie die Zukunft des Fliegens im Jahr 2035 aussehen könnte.

(pat)

Erstellt: 05.02.2016, 10:57 Uhr

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