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Ein Haus aus Liebe und Abfall

Deutschlands erstes Earthship ist ein weitgehend autarkes, teils in Handarbeit und aus Müll gebautes Gebäude. Ähnliche Konzepte gibt es auch in der Schweiz.

Ein Experimentierfeld für ökobewusste Mitwerker: Earthship der Lebensgemeinschaft Tempelhof. Foto: PD
Ein Experimentierfeld für ökobewusste Mitwerker: Earthship der Lebensgemeinschaft Tempelhof. Foto: PD

Diese Baustelle ist anders: Grosse Baumaschinen gibt es nicht, dafür Rockmusik aus grossen Lautsprechern. Die Arbeiter und verblüffend viele Arbeiterinnen tragen lange Mähnen und ausgefranste Klamotten, mancher nicht mal Schuhe. Es wird gesungen, getanzt, geschuftet. Und so baut man Häuser?

Ja. Aber keine konventionellen. Hier entsteht ein Earthship. Dank ihrer Bauweise brauchen diese Häuser keine konventionelle Heizung. Die Sonne allein bringt sie auf Temperatur – selbst im Winter. Dafür sorgt eine dicke Rückwand, welche die Wärme speichert. Damit nicht genug: Regenwasser landet in Zisternen, wird gefiltert und dient erst als Trinkwasser und zum Duschen, anschliessend zum Bewässern der Pflanzen und letztlich für die Toiletten. Eine Klärgrube säubert das Abwasser, Fotovoltaikmodule liefern Strom, Solarmodule Warmwasser. Im Wintergarten wachsen Pflanzen. Die Gebäude können überall und binnen weniger Wochen gebaut werden – aus Materialien, die andere achtlos wegwerfen: Reifen, Flaschen, Dosen.

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